claudeBenutzer09
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Erste Schritte

Von null auf die erste Sitzung: was Claude Code ist, was dein Rechner braucht, Installation, Anmeldung, Terminal- und Editor-Einrichtung.

Einsteiger 20 Min.

Was Claude Code ist

Claude Code ist ein KI-Assistent fürs Programmieren, der im Terminal lebt — in dem Textfenster also, in das Entwicklerinnen und Entwickler Befehle tippen. Statt Knöpfe zu suchen, schreibst du in normaler Sprache, was passieren soll; Claude liest die Dateien, ändert sie, führt Befehle aus und erklärt, was es getan hat.

Noch nie im Terminal gearbeitet? — die Begriffe kurz erklärt
  • Terminal — das Textfenster, in dem du Befehle tippst, statt auf Symbole zu klicken. Heißt je nach System auch Konsole oder Eingabeaufforderung.
  • CLI — ein Programm ohne grafische Oberfläche, das du über eingetippte Befehle bedienst. Kurz für Command Line Interface.
  • Slash-Befehl — eine Abkürzung, die mit / beginnt und in Claude Code eine bestimmte Aktion auslöst, etwa /help .
  • OAuth — ein Anmeldeverfahren, das dich im Browser einloggt, ohne dass irgendwo ein Passwort abgelegt wird.
  • API-Schlüssel — eine geheime Zeichenkette, mit der sich ein Programm bei einem Dienst ausweist. Hier die Alternative zur Anmeldung per Browser.
  • IDE — ein Code-Editor mit eingebautem Werkzeugkasten, etwa VS Code, IntelliJ IDEA oder PyCharm. Kurz für Integrated Development Environment.

Bevor davon irgendetwas nützt, muss es auf deinem Rechner laufen. Dieses Modul geht den Weg der Reihe nach: Voraussetzungen, Installation, Anmeldung, Terminal und Editor — und am Ende die erste eigene Sitzung.

Was dein Rechner mitbringen muss

Unterstützt sind macOS 13.0+ , Windows 10 1809+ beziehungsweise Windows Server 2019+ sowie auf der Linux-Seite Ubuntu 20.04+ , Debian 10+ und Alpine Linux 3.19+ . Dazu mindestens 4 GB RAM , ein x64- oder ARM64-Prozessor und eine Internetverbindung; als Shell genügt Bash, Zsh, PowerShell oder CMD.

Dazu kommt ein Anthropic-Konto mit passendem Tarif — Pro, Max, Team oder Enterprise. Der kostenlose Claude.ai-Zugang enthält Claude Code nicht. Alternativ läuft es über einen API-Schlüssel aus der Console oder über einen Cloud-Anbieter.

Unter nativem Windows lohnt sich Git for Windows: ist es da, nutzt Claude Code Git Bash für sein Bash-Werkzeug; fehlt es, greift es stattdessen zu PowerShell. Pflicht ist es nicht.

Installieren

Der empfohlene Weg ist der native Installer — er hält sich im Hintergrund selbst aktuell, du musst dich also um nichts weiter kümmern.

Auf macOS und Linux, WSL eingeschlossen:

curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash

Auf Windows in der PowerShell:

irm https://claude.ai/install.ps1 | iex

Auf Windows in der Eingabeaufforderung:

curl -fsSL https://claude.ai/install.cmd -o install.cmd && install.cmd && del install.cmd

Es geht auch über einen Paketmanager, dann aber ohne automatische Updates: brew install --cask claude-code für den Stable-Kanal, brew install --cask claude-code@latest für den aktuellen, und unter Windows winget install Anthropic.ClaudeCode .

Ob es geklappt hat, sagt dir:

claude --version

Gründlicher schaut claude doctor nach — es prüft Installation, MCP-Server und Einstellungen und benennt, was im Argen liegt.

Welchen Release-Kanal du beziehst, stellst du in /config ein: latest bringt neue Funktionen sofort, stable bleibt bewusst rund eine Woche zurück.

Anmelden

Beim ersten claude öffnet sich der Browser und du meldest dich per OAuth an deinem Anthropic-Konto an. Mehr ist nicht nötig.

Wer lieber einen API-Schlüssel nutzt, setzt ihn vorher als Umgebungsvariable:

export ANTHROPIC_API_KEY=sk-ant-...
claude

Für Unternehmens-Setups über einen Cloud-Anbieter gibt es je eine eigene Variable:

  • Amazon Bedrock — CLAUDE_CODE_USE_BEDROCK=1
  • Google Vertex AI — CLAUDE_CODE_USE_VERTEX=1
  • Microsoft Foundry — CLAUDE_CODE_USE_FOUNDRY=1

Die Zugangsdaten landen anschließend im Schlüsselbund von macOS beziehungsweise unter Linux und Windows in ~/.claude/.credentials.json mit Dateimodus 0600 .

Das Konto wechselst du jederzeit mit /logout ; die Anmeldung lässt sich auch direkt mit claude auth login anstoßen.

Claude Code läuft in jedem gängigen Terminal — Terminal.app, iTerm2, Windows Terminal, Alacritty, Kitty, Ghostty, WezTerm und andere. Eine bestimmte Wahl ist nicht nötig; interessant sind nur zwei Stellschrauben, an denen sich Terminals unterscheiden.

Die erste sind Benachrichtigungen , wenn Claude fertig ist oder etwas von dir braucht. Welchen Weg es dafür nimmt, steuert preferredNotifChannel : "auto" schickt eine Desktop-Benachrichtigung, wo das Terminal es hergibt, "terminal_bell" lässt stattdessen die Terminal-Glocke ertönen, und "iterm2" , "iterm2_with_bell" , "kitty" und "ghostty" sprechen den jeweiligen Kanal direkt an. Mit "notifications_disabled" ist Ruhe.

Reicht das nicht, hängst du dich an den Notification-Hook und lässt einen eigenen Befehl laufen — einen Ton, ein Skript, was immer dir lieber ist.

Die zweite sind Tastenkürzel . Shift+Enter für einen Zeilenumbruch funktioniert in den meisten Terminals ohne Zutun; in VS Code, Cursor, Devin Desktop, Alacritty und Zed schreibst du die Belegung einmal mit /terminal-setup .

Zuletzt die Darstellung: standardmäßig nimmt Claude Code den Alternate-Screen des Terminals und stellt die Sitzung im Vollbild dar. Soll die Unterhaltung stattdessen im normalen Scrollback stehen bleiben — praktisch für Screenreader, Terminal-Multiplexer oder wenn du die Ausgabe weiterleitest —, setzt du vor dem Start CLAUDE_CODE_DISABLE_ALTERNATE_SCREEN=1 .

Zwischen klassischer und flimmerfreier Vollbild-Darstellung wechselst du mitten in der Unterhaltung mit /tui ; dieselbe Wahl steht dauerhaft als Einstellung tui bereit.

Editor-Erweiterungen

Claude Code hat als reines Terminal-Werkzeug angefangen, ist inzwischen aber auch im Editor zu Hause. Beides schließt sich nicht aus: die CLI für längere Arbeit, die Erweiterung für den kurzen Griff zwischendurch.

Für VS Code gibt es eine offizielle Erweiterung mit eigener Oberfläche, sichtbaren Diffs und Zugriff auf die geöffneten Dateien. Installieren lässt sie sich über die Erweiterungs-Ansicht des Editors.

In den JetBrains -IDEs — IntelliJ IDEA, PyCharm, WebStorm und den übrigen — läuft Claude Code im integrierten Terminal.

Die VS-Code-Abkömmlinge Cursor , Devin Desktop (bis v2.1.162 Windsurf) und Kiro nutzen dieselbe Erweiterung; dort suchst du in der Erweiterungs-Ansicht nach „Claude Code" oder installierst aus Open VSX.

Daneben gibt es eine Desktop-App für macOS und Windows mit sichtbaren Diffs, Vorschau und Hintergrund-Sitzungen. Unter Linux bleibt es bei der CLI.

Die erste Sitzung

Wechsle in ein Projektverzeichnis und starte:

cd my-project
claude

Es begrüßt dich ein Prompt. Schreib einfach hinein, was du willst — ganz normale Sätze. Ein Bild kannst du direkt einfügen, etwa einen Screenshot oder eine Skizze zur Aufgabe.

What files are in this project and what does it do?

Claude liest die Dateien, verschafft sich einen Überblick und antwortet. Von da an bittest du es um Änderungen, um eine Fehlersuche, um Tests oder um eine Erklärung. Bevor es etwas Folgenreiches tut, fragt es nach — was es ohne Rückfrage darf, legst du später selbst fest.

Das genügt für den Anfang. Im nächsten Modul kommen die Slash-Befehle, mit denen du die Sitzung wirklich steuerst.